Ein Stipendium ist mehr als eine monatliche Überweisung, es ist ein Versprechen an junge Menschen, dass ihr Talent gesehen wird. Beim Netzwerkformat „Explore & Connect 2026″ der Universität zu Köln kamen Stipendiatinnen, Stipendiaten und Fördernde ins Gespräch. Wir von WBS.LEGAL waren erstmals auch mit dabei, und zwar nicht nur als Gast, sondern als neuer Förderer der Uni-Köln-Stipendien.

Die Universität zu Köln hat am 16. September 2026 zum zweiten Mal zu „Explore & Connect“ eingeladen, einem Format, das die Menschen hinter der Stipendienförderung mit denjenigen zusammenbringt, die von ihr profitieren. An 17 Ständen im Hörsaalgebäude präsentierten sich Unternehmen, Stiftungen, Vereine und Projekte der Universität, bevor der Abend bei einem gemeinsamen Get-Together ausklang. WBS.LEGAL war mit einem eigenen Stand vertreten und unterstützt künftig selbst Studierende über das Stipendienprogramm der Universität.

Begegnung statt Bankverbindung: Die Idee hinter „Explore & Connect“

© Uni Köln/Patric Fouad

Stipendien werden häufig als rein finanzielle Unterstützung wahrgenommen. Wer ein Deutschlandstipendium erhält, bekommt monatlich einen festen Betrag, der den Studienalltag spürbar entlastet und Freiräume schafft, die sonst durch Nebenjobs verloren gingen. Was dabei leicht aus dem Blick gerät, ist die Frage, wer eigentlich hinter dieser Förderung steht. Genau hier setzt „Explore & Connect“ an. Die Veranstaltung soll sichtbar machen, dass hinter jedem Stipendium Menschen und Institutionen stehen, die sich bewusst für die Förderung junger Talente entschieden haben und die sich für deren Werdegang interessieren.

Der Ablauf war deshalb auf Austausch ausgelegt. In drei aufeinanderfolgenden Runden konnten die Stipendiatinnen und Stipendiaten die Stände der Förderer besuchen, Fragen stellen und sich ein Bild von den Unternehmen, Stiftungen und Einrichtungen machen, die ihr Studium mitfinanzieren. Umgekehrt nutzten die Fördernden die Gelegenheit, die Studierenden unkompliziert und auf Augenhöhe kennenzulernen. Nach den intensiven Gesprächsrunden setzte sich das Netzwerken in entspannter Atmosphäre am Buffet fort.

Die Bandbreite der Aussteller spiegelte die Vielfalt des Kölner Stipendiennetzwerks wider. Neben Finanzinstituten wie der apoBank, der DZ Bank und der NRW.Bank waren Versicherer wie die BarmeniaGothaer Gruppe und die HDI Group vertreten, ebenso der TÜV Rheinland, die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und das Gateway Exzellenz Start-up Center. Hinzu kamen Stiftungen und Vereine sowie mehrere Fakultäten der Universität, darunter die Rechtswissenschaftliche Fakultät. Die Universität selbst hebt hervor, dass die Förderer nicht nur die finanzielle Grundlage jedes Stipendiums legen, sondern gemeinsam mit den Studierenden echte Begegnungen ermöglichen.

„Gemeinsam stark. Gezielt fördern.“ Die Uni-Köln-Stipendien im Überblick

Unter diesem Motto bündelt die Universität zu Köln drei Förderprogramme, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich Chancen zu eröffnen, wo sie sonst womöglich verschlossen blieben. Das bekannteste Programm ist das Deutschlandstipendium. Es richtet sich an Studierende, die durch besondere Leistungen auffallen, wobei neben Abitur- und Studienleistungen ausdrücklich auch die persönliche Biografie und soziales Engagement in die Auswahl einfließen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten mindestens zwei Semester lang monatlich 300 Euro. Die Finanzierung folgt dabei einem Partnerschaftsmodell, da private Förderer mit 1.800 Euro im Jahr die Hälfte beisteuern, während der Bund die andere Hälfte übernimmt. Jeder privat investierte Euro wird also verdoppelt.

© Uni Köln/Patric Fouad

Ergänzt wird das Deutschlandstipendium durch das Sozialstipendium und das Inklusionsstipendium. Das Sozialstipendium unterstützt talentierte Studierende, die auf finanzielle Hilfe angewiesen sind, etwa weil sie Angehörige pflegen, Kinder erziehen oder als Erste in ihrer Familie studieren. Das Inklusionsstipendium richtet sich an Studierende, denen eine Behinderung oder chronische Erkrankung das Studium erschwert. Beide Stipendien sind ebenfalls mit 300 Euro monatlich ausgestattet, werden jedoch vollständig von privaten Fördernden getragen, die hierfür 3.600 Euro pro Stipendium und Jahr aufbringen.

Die Zahlen zeigen, welche Wirkung dieses Modell entfaltet. Seit 2009 wurden an der Universität zu Köln insgesamt 4.804 Stipendien mit einem Volumen von rund 17,5 Millionen Euro vergeben. Rund 150 Unternehmen, Stiftungen, Vereine, Privatpersonen und Alumni engagieren sich derzeit. Aktuell werden 232 Deutschlandstipendien, 18 Sozialstipendien und zehn Inklusionsstipendien vergeben. Erstmals gefördert werden zudem zwei Stipendiatinnen in der neuen Förderlinie „Talentscouting meets Sozialstipendium“, die gezielt Studierende aus nichtakademischen Elternhäusern in den Blick nimmt.

Für die Fördernden ist das Engagement bewusst unkompliziert gestaltet. Die Universität übernimmt das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ebenso wie die monatliche Auszahlung. Förderer können aber Auswahlkriterien wie eine bestimmte Fachrichtung vorschlagen und über Formate wie „Explore & Connect“ oder das jährliche Get Together in direkten Kontakt mit den Geförderten treten.

© Uni Köln/Patric Fouad

Als Kölner Kanzlei fühlen wir uns der Universität zu Köln und ihren Studierenden seit Langem verbunden. Umso mehr freut es uns, dass wir die Uni-Köln-Stipendien nun auch als Förderer unterstützen. Wir finanzieren ab dem Wintersemester 2026/27 zwei Semester eines/einer Studierenden der rechtswissenschaftlichen Fakultät. Für uns ist dieses Engagement eine Investition in die Menschen, die unsere Gesellschaft und auch den Rechtsmarkt von morgen prägen werden.

Bei „Explore & Connect“ konnten wir unsere neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie viele weitere Studierende persönlich kennenlernen. Die Gespräche an unserem Stand haben uns gezeigt, wie viel Neugier, Engagement und Ideenreichtum in den Geförderten steckt. Viele interessierten sich für den Alltag in einer auf Digitalisierung und Medien ausgerichteten Kanzlei, für Einstiegsmöglichkeiten und für die Frage, wie sich juristische Arbeit durch neue Technologien verändert. Wir freuen uns, ein Teil des Programms zu sein und eine/n Student/in auf diesem Weg zu begleiten.

Wir engagieren uns für den juristischen Nachwuchs

Nachwuchsförderung endet für uns nicht mit einem Stipendium. Wir bieten Studierenden, Referendarinnen und Referendaren regelmäßig die Möglichkeit, die Arbeit in einer modernen Kanzlei aus nächster Nähe kennenzulernen, sei es im Praktikum, in der Wahlstation oder als wissenschaftliche Mitarbeit. Wenn Sie sich für eine Tätigkeit bei WBS.LEGAL interessieren oder mehr über unser Engagement erfahren möchten, melden Sie sich jederzeit bei uns.

hekem