Die bürokratischen Anforderungen im E-Commerce haben ein kritisches Maß erreicht und gefährden die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Online-Händler. Eine aktuelle Studie des Händlerbundes belegt, dass nahezu alle befragten Unternehmen unter der wachsenden Regulierungsdichte leiden. Besonders Produktsicherheitsvorgaben und das Verpackungsgesetz werden dabei als existenzbedrohende Hürden wahrgenommen.

Der Online-Handel sieht sich mit einer nie dagewesenen Flut an regulatorischen Pflichten konfrontiert, die weit über das Kerngeschäft des Verkaufens hinausgehen. Wie aus der aktuellen Studie des Händlerbundes hervorgeht, stufen 89 Prozent der befragten Händler die Belastung durch bürokratische Vorgaben als hoch oder sogar sehr hoch ein. Die Untersuchung macht deutlich, dass der administrative Aufwand nicht nur Ressourcen bindet, sondern zunehmend rechtliche Unsicherheiten schafft, die kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kaum noch allein bewältigen können. (Händlerbund, Pressemitteilung v. 14.04.2026)

Erstickende Regulierung: Die größten Hürden im digitalen Handel

Dass der E-Commerce eine der am stärksten regulierten Branchen ist, zeigt sich besonders an den spezifischen Problemfeldern, die in der Studie benannt werden. Jeweils 76 Prozent der Teilnehmenden identifizierten die Bereiche Produktsicherheit und Produktkennzeichnung sowie das Verpackungsgesetz als zentrale Belastungsfaktoren. Insbesondere die Umsetzung der neuen Produktsicherheitsverordnung (GPSR) verlangt den Unternehmen umfangreiche Dokumentations- und Informationspflichten ab, die oft in keinem Verhältnis zur Unternehmensgröße stehen.

Neben diesen operativen Hürden belasten weitere komplexe Regelwerke das Tagesgeschäft. So führen 54 Prozent der Befragten den Datenschutz (DSGVO) und 52 Prozent die stetig wachsenden Nachhaltigkeits- und Berichtspflichten als massive Erschwernisse an. Auch steuerliche Meldepflichten im grenzüberschreitenden Handel bereiten fast jedem zweiten Händler (46 Prozent) erhebliche Probleme. Diese kumulierte Last führt dazu, dass wertvolle Kapazitäten für Innovationen und Kundenpflege verloren gehen, während die Fehleranfälligkeit bei der Einhaltung der Vorschriften steigt.

Rechtliche Unsicherheit und die Angst vor Abmahnungen

Ein besonders besorgniserregender Aspekt der Studie ist die psychologische Wirkung der Überregulierung auf die Marktteilnehmer. Jeder dritte Händler (32 Prozent) gab an, aktiv Angst vor Abmahnungen und den daraus resultierenden rechtlichen Risiken zu haben. Dies ist insbesondere deshalb problematisch, da die gesetzlichen Vorgaben oft unpräzise formuliert sind oder sich in so kurzen Abständen ändern, dass eine rechtssichere Umsetzung kaum noch möglich scheint.

So wünschen sich 66 Prozent der Händler, dass gesetzliche Pflichten seltener angepasst werden, um Planungssicherheit zu schaffen. Die Branche fordert laut Händlerbund zudem mit großer Mehrheit (77 Prozent) verständlichere und praxisnähere Gesetze. Die aktuelle Situation werde hingegen als „bürokratisches Dickicht“ wahrgenommen, in dem sich insbesondere Einzelunternehmer und kleine Teams ohne eigene Rechtsabteilung kaum noch zurechtfinden. Dies begünstige zudem Wettbewerbsnachteile gegenüber Unternehmen aus Drittstaaten, die sich diesen strengen EU-Vorgaben oft entziehen.

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Die Argumentation der Praxis: Forderung nach Vereinfachung

Der Händlerbund stellt klar: Der aktuelle Kurs der Regulierung beeinträchtigt die Innovationskraft des Handels nachhaltig. Die Studie legt dar, dass die bürokratischen Prozesse wertvolle Kapazitäten binden, die an anderer Stelle für das Überleben der Unternehmen fehlen. Die Politik muss hier dringend nachbessern.

62 Prozent der befragten Unternehmen fordern vereinfachte Prozesse und digitale Formulare, um den Dokumentationswahnsinn zu bändigen. Die Erhebung zeigt, dass nur ein verschwindend geringer Anteil von vier Prozent der Händler eine Entlastung im vergangenen Jahr wahrgenommen hat. Vielmehr ist die Auffassung verbreitet, dass neue Gesetze, die eigentlich dem Verbraucherschutz dienen sollen, in der Praxis vor allem zu einem unverhältnismäßigen Mehraufwand führen, ohne den tatsächlichen Schutz nennenswert zu erhöhen. (Händlerbund, Studie Bürokratie im E-Commerce, Stand 04/2026)

Kompetente Unterstützung im bürokratischen Dickicht

Die Ergebnisse der Händlerbund-Studie spiegeln genau das wider, was wir täglich in der Beratung unserer Mandanten erleben: Die rechtliche Komplexität im Online-Handel ist allein kaum noch zu bewältigen. Als Experten für E-Commerce-Recht und IT-Recht wissen wir, wie belastend die Angst vor Abmahnungen und der Druck durch ständig neue Verordnungen sein können.

Wir stehen Ihnen zur Seite, um Ihren Online-Shop rechtssicher aufzustellen und Ihnen den Rücken für Ihr eigentliches Geschäft freizuhalten. Ob es um die Einhaltung der Produktsicherheitsverordnung, die korrekte Umsetzung des Verpackungsgesetzes oder datenschutzrechtliche Absicherung geht – wir bieten Ihnen pragmatische Lösungen statt kompliziertem Juristendeutsch. Melden Sie sich jederzeit bei uns unter der 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) für eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Situation. Gemeinsam meistern wir die bürokratischen Hürden.

hekem