Wenn Sie geblitzt wurden, drohen außerhalb geschlossener Ortschaften bereits ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 20 km/h ein Bußgeld von mindestens 100€ und 1 Punkt in Flensburg. Ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 41 km/h außerorts steigt das Bußgeld empfindlich, es fallen 2 Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot an.
Überschreitung (km/h)
Bußgeld
Punkte
Monat(e) Fahrverbot
bis 10
20
11-15
40
16-20
60
21-25
100
1
26-30
150
1
31-40
200
1
41-50
320
2
1
51-60
480
2
1
61-70
600
2
2
über 70
700
2
3
Bis zu 85 % der Bußgeldbescheide sind fehlerhaft! Daher lohnt es sich meistens, dagegen vorzugehen.
Wir sind für Sie da – deutschlandweit!
Schicken Sie uns einfach Ihr Schreiben von der Bußgeldbehörde. In unserer kostenlosen Erstberatung prüfen wir für Sie unverbindlich, ob sich ein Blitzer Einspruch dagegen lohnt.
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Hier erfahren Sie alles Wichtige zur Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts
Wenn Sie außerorts zu schnell gefahren sind, richten sich die möglichen Sanktionen nach der Bußgeldkatalog. Die Strafen wie Bußgelder, Punkte in Flensburg und ein mögliches Fahrverbot richten sich nach Tempolimit und der Höhe seiner Überschreitung.
Wann handelt es
sich um eine Geschwindigkeitsüberschreitung
außerorts?
In
der Straßenverkehrsordnung (StVO) wird von „außerhalb geschlossener Ortschaften“ gesprochen. Geschlossene
Ortschaften sind Wohnhäuser, die ein einem räumlichen Zusammenhang stehen. Am
Ortseingang steht dann immer das gelbe Ortsschild, am Ortsausgang ist es meist
rot durchgestrichen.
Etwas anderes sind die sog.
offenen Ortschaften. Dabei handelt es sich um kleinere allgemeine Ortschaften
oder Gehöfte, die durch eine grüne Ortshinweistafel gekennzeichnet sind. Hier befinden
Sie sich aber bereits „außerorts“.
Wie schnell darf ich außerorts fahren?
KIar ist: Stehen außerorts
Schilder, die eine maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit vorgeben, so ist
diese verbindlich.
Doch viele Autofahrer wissen aber
nicht, an welche Geschwindigkeitsbegrenzung sie sich außerorts halten müssen,
wenn kein Schild darauf hinweist. Daher wissen sie auch nicht, was ihnen droht,
wenn sie geblitzt wurden und noch keinen Bußgeldbescheid erhalten haben. Hier
gilt:
Nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) gelten außerorts auf Landstraßen auch ohne Schild Grenzen: Grundsätzlich gilt hier ein Tempolimit von 100 km/h, zumindest bei optimalen Witterungsbedingungen.
Sollte die Sicht schlechter sein, z.B. durch Nebel, Schnee, Hagel oder starken Regen oder sollte es dadurch zu Glätte kommen, muss die Geschwindigkeit den Witterungsbedingungen, den Fahrzeugeigenschaften und den eigenen Fähigkeiten angepasst werden. Der Fahrer muss also langsamer fahren, als es die Höchstgeschwindigkeit normalerweise erlauben würde.
Auf den Autobahnen gibt es keine Höchstgeschwindigkeit, sondern nur eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Dabei handelt es sich nur um eine empfohlene maximale Geschwindigkeit. Wer jedoch schneller fährt, kann bei einem Verkehrsunfall das Nachsehen haben. Nach einem Urteil des OLG Koblenz musste ein Fahrer, der mit ca. 200 km/h unterwegs war, nur wegen der enormen Überschreitung des Richtwerts einen Teil der Kosten tragen.
Die Konsequenzen, wenn Sie außerorts geblitzt werden, sind zwar weniger streng als bei Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts – doch die Gefahr, z.B. auf einer Landstraße oder an einer Baustelle ein Schild zu übersehen und die erlaubte Geschwindigkeit drastisch zu überschreiten, ist umso höher.
Wussten Sie? 💡
In Deutschland unterscheidet sich die Regelung zum Mindestabstand zwischen Geschwindigkeitsmessgeräten („Blitzern“) und dem vorhergehenden Tempo-Schild von Bundesland zu Bundesland. Üblicherweise wird ein Abstand von 100 bis 200 Metern vorgegeben. Es gibt jedoch auch Bundesländer, die keine expliziten Vorgaben für Mindestabstände machen, ein Beispiel hierfür ist Baden-Württemberg. Der Hauptgrund für die Festlegung solcher Mindestabstände liegt in der Verkehrssicherheit. Indem genügend Raum zwischen der Ankündigung der Geschwindigkeitsbegrenzung und der Geschwindigkeitsüberwachung gelassen wird, soll abruptes Abbremsen vermieden und damit das Risiko von Auffahrunfällen reduziert werden. Diese Maßnahme trägt dazu bei, dass sich Verkehrsteilnehmende rechtzeitig auf die neue Geschwindigkeitsbegrenzung einstellen können, was letztendlich zur Sicherheit aller Beteiligten beiträgt.
Was gilt für Fahranfänger in der Probezeit?
Wenn Sie zu dem Zeitpunkt, in dem
Sie außerorts geblitzt worden sind, noch Fahranfänger in der Probezeit sind,
könnte ab einer Geschwindigkeitsübertretung von mehr als 20 km/h eine
Verlängerung der Probezeit auf Sie zukommen. Zudem müssen Sie dann an einem
Aufbauseminar teilnehmen.
Was, wenn ich schon mehrmals außerorts geblitzt wurde?
Personen, die innerhalb eines Jahres mehr als
einmal außerorts mit mehr als 26 km/h zu
schnell geblitzt wurden, gelten als Wiederholungstäter – zumindest, wenn der
Bußgeldbescheid des ersten Verstoßes schon rechtskräftig ist. Dann drohen
höhere Strafen als beim ersten Verstoß.
Wie viel Toleranz wird beim Blitzen außerorts abgezogen?
Weil die Blitzer meist nicht
perfekt geeicht sind, wird in der Praxis immer ein sog. Toleranzabzug vorgenommen, um geringe Ungenauigkeiten in der Messung ausgleichen. Das
heißt, Ihnen werden grds. 3 km/h
weniger zur Last gelegt, als Sie nach der Messung tatsächlich gefahren sind. Ab
einer Geschwindigkeit von 100 km/h werden immer 3 % der Geschwindigkeit
abgezogen, bei 150 km/h also schon 4,5 km/h.
Wenn mit einem anderen Gerät als mit einem Blitzer gemessen wurde, können
die Messtoleranzen allerdings abweichen.
Doppelt zu schnell wie zulässig gefahren? Das wird doppelt so teuer
Im Bußgeldkatalog steht, dass bei
einer vorsätzlichen Verwirklichung der Geschwindigkeitsüberschreitung der
Regelsatz ab 55 Euro zu verdoppeln ist. Die Behörden gehen in der Regel von
Vorsatz aus, wenn man doppelt so schnell gefahren ist wie tatsächlich erlaubt
war.
Was wir für Sie tun können, wenn Sie außerorts geblitzt wurden
Wenn Sie außerorts wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung geblitzt wurden, drohen Ihnen zwar möglicherweise Bußgeld, Punkte und vielleicht sogar ein Fahrverbot. Doch die meisten Bußgeldbescheide sind tatsächlich fehlerhaft. Diese Fehler – z.B. fehlerhafte Messungen, technisch nicht einwandfrei funktionierende Messgeräte, Verfahrensfehler, schlechte Bilder oder Verjährung – kennen wir als Anwälte für Verkehrsrecht nur zu gut. Und wir wissen, wie wir sie zu Ihren Gunsten geltend machen können. Mit einem Einspruch gegen den Bußgeldbescheid können wir Sie häufig vor Bußgeldern, Punkten oder einem Fahrverbot bewahren.
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